14.04.2021

Krimi aus Passau: Studie des Instituts CENTOURIS der Universität Passau belegt enorme touristische Werbewirkung

Die Stadt Passau stand im Oktober 2020 im Mittelpunkt einer neuen ARD-Krimireihe mit den Folgen „Freund oder Feind“ und „Die Donau ist Tief“. Mit einem Marktanteil von 19,5 Prozent bzw. 5,60 Mio. Zuschauern (Teil 2: 5,66 Mio. Zuschauer bzw. 19,4 Prozent Marktanteil) gelang ein äußerst erfolgreicher Start. Eine Forschungsstudie des Instituts CENTOURIS der Universität Passau analysiert die Werbewirkung der Krimireihe aus touristischer Perspektive. 

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Panoramabild der Stadt Passau

„Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Reisende sich oftmals bei ihrer Reiseentscheidung von Filmproduktionen inspirieren lassen“ so CENTOURIS-Geschäftsführer Dr. Stefan Mang. „Deswegen war unsere Motivation zu analysieren, wie das Publikum die neue Krimireihe wahrnimmt und welche Werbewirkung die Erstausstrahlung für die Stadt Passau hat.“ 

Der durch die hohen Einschaltquoten messbare Erfolg spiegelt sich in den Ergebnissen der CENTOURIS-Studie wider: Etwa drei Viertel aller Zuschauerinnen und Zuschauer waren von der neuen Krimireihe insgesamt (vollkommen) begeistert. Mit am besten wurden die Außenaufnahmen im Film bewertet und es bleiben positive Eindrücke von der Stadt Passau wie beispielsweise von den drei Flüssen, der Altstadt-Kulisse oder der Atmosphäre beim Publikum zurück. 

Bei der überwiegenden Mehrheit der Befragten entstehen Film-Erinnerungen mit direktem PassauBezug, was einem sehr wertvollen und gleichzeitig kostenlosen Werbeeffekt für die Stadt Passau gleichkommt. „Mittels der Werbewirkungsanalyse schätzen wir das Werbeäquivalent der ersten TV Ausstrahlung von „Freund oder Feind“ auf über neun Millionen Euro. Diesen Betrag hätte die Stadt Passau für einen kommerziellen Beitrag an gleicher Stelle bezahlen müssen“, so Projektleiterin Brigitte Franz. Zusätzlich zur TV-Erstausstrahlung und der Abrufmöglichkeit über die ARD-Mediathek bescheren auch die zahlreichen redaktionellen Berichterstattungen zum Passau-Krimi (Print, Online, TV, Radio, Social Media) der Stadt einen enormen Werbeeffekt.

Das Potential für Städte und Destinationen, die in TV-Filmen, Serien oder Kinofilmen platziert werden, ist gewaltig. Der Gesamtmarkt für Filmtourismus beträgt laut Experten derzeit weltweit 80 Millionen Touristen pro Jahr. Dies entspricht sechs Prozent des jährlichen globalen Reisevolumens im Freizeittourismus. Die Ergebnisse der aktuellen Forschungsstudie zeigen, dass beinahe jeder zweite Befragte ein hohes Interesse bekundet, Passau besuchen zu wollen. „Sicherlich verblasst dieser Effekt einige Zeit nach der Ausstrahlung wieder, so dass eine Fortsetzung der Krimireihe gerade auch aus der touristischen Vermarktungs-Perspektive besonders erfreulich wäre“, so Dr. Stefan Mang. Der überwiegende Anteil der Zuschauer wünscht sich eine Fortführung der Krimireihe aus der Drei-Flüsse Stadt Passau, die nach Informationen des Bayerischen Rundfunks auch tatsächlich geplant ist. 

Die CENTOURIS-Studie wurde unmittelbar im Anschluss an die Ausstrahlung des zweiten Teils mit Hilfe einer bundesweiten Online-Befragung durchgeführt. Zielgruppe waren alle deutschsprachigen Bundesbürgerinnen und -bürger ab 18 Jahren, die mindestens einen der beiden Passau-Krimis gesehen haben. Dies waren von den 2.334 kontaktierten Personen insgesamt 494 Befragte.


Allgemeine Informationen zum Studiendesign:

  • Feldzeit: 12.10. und 13.10.2020
  • Repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung
  • Befragungsdauer: ca. 5 Minuten
  • Alter der Befragten: ab 18 Jahre
  • 494 gültige Interviews mit der Zielgruppe (→ Personen, die mindestens einen der beiden PassauKrimis gesehen haben)

Rückfragen zur Studie richten Sie bitte an Dr. Stefan Mang, stefan.mang@uni-passau.de ; 08515092430.

Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier.